Nur durch Üben wird man Meister

Die Fähigkeit zur Geruchsdifferenzierung ist dem Hund zwar angeboren, das konsequente und erfolgreiche Verfolgen einer Spur muss jedoch intensiv geübt werden.

Die Individualgeruchsspur wird von vielerlei Einflussfaktoren geprägt, verändert, verlagert oder unterbrochen. So spielen Feuchtigkeit und Temperatur eine entscheidende Rolle für ihre Intensität, Wind und Luftströmungen tragen die Geruchspartikel von der eigentlichen Fußspur weg. Im Laufe der Zeit verändern sich die Wetterbedingungen, die Bakterientätigkeit lässt nach, die Spur wird schwächer oder gar unterbrochen.
In wind- und wettergeschützten Lagen wird die Spur wesentlich besser erhalten als auf exponiertem Gelände ohne Bewuchs. An Hindernissen oder in Senken sammeln sich Duftpartikel an (Duftpool) und sind umgeben von einem Bereich mit geringer Duftansammlung.  Andere Partikel werden weggetragen und sammeln sich an Orten, wo die Person nie war. Alle Situationen und Möglichkeiten müssen geübt werden, dabei gleicht keine Spur einer anderen, selbst wenn sie exakt denselben Verlauf hat.

Das Suchverhalten des Mantrailers unterscheidet sich stark vom klassischen Bild des Fährtenhundes. Abhängig von den Einflussfaktoren und seiner Vorliebe sucht der Hund mit hoher oder tiefer Nase, direkt auf der Trittspur oder mehrere Meter neben ihr. Abzweigungen und Kreuzungen können deutlich abgekürzt oder überlaufen werden.

 

Stand: 14.03.2018

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Suchhundestaffel Remstal e.V.